Gabriela Brühwiler
* 1958, aufgewachsen im Engadin, CH


Gabriela Brühwiler

* 1958, aufgewachsen im Engadin

1990-94
F + F Kunst- und Medienschule, Zürich

1993-95

Performance bei Norbert Klassen, Schauspielschule Bern


2002
Werkbeitrag der Esther Matossi-Stiftung
 

Mitglied SGBK - Gesellschaft Schweizerischer Bildender Künstlerinnen; Mitglied der  Performancegruppe cpx - "cooperation project x",   Zürich 

lebt und arbeitet in Horgen, ZH  

Kontakt
info@relateart.ch

 

Einzelausstellungen (Auswahl)

2008   Grüsse von drüben, relate art, Meilen
2004   Zeichnungen, hof3, Trubschachen
    "eine art edelweiss", Galerie Riss, Samedan
1995   "Intervention", Rauminstallation, Wohnzimmer, Biel
     
     

Gruppenausstellungen (Auswahl)

2007   Sommerpalette, Kulturschiene, Herrliberg
    ...und zeichnen, R 57, Zürich
2006   Zeichnungen (mit Chr. Koch, K. Würgler), Galerie gg, Bonstetten
2005   "On verra, vier Künstlerinnen", Galerie Commercio, Zürich (mit Georgette Maag, Gabriela Signer, Hanna Werner)
    Kalender 2006, mit Ausstellung, Kulturfonds Horgen
    Zeichnungen (mit B. Ahmeti), Galerie Incontro, Zürich
    "Durch-Zug", Ausstellung des SGBK, Kunsthalle Zug
    Doris Schmid, Co Gründler, Gabriela Brühwiler", Binz 39, Zürich
2004   "Spiegelungen", Badi Utoquai, Zürich
    Horgner Künstlerinnen, Kulturfonds Horgen
2003   "Schnittstelle", Badi Utoquai, Zürich
    Bilder (mit R. Tschudi, H. Meyer), Galerie Incontro, Zürich
    Ausstellung des SGBK im Bally Capitol, Zürich
2002   Zeichnungen (Ausstellung mit der Performancegruppe cpx), Galerie A16, Zürich
2000   "Zeichne mir ein Haus", Thalwilerhofkunst, Thalwil
1995   "Der Strand der Dinge, Gedanken zwischen Maggi und Bossi", Lesung und Performance, Theater am Spittel, Bremgarten
1994   Rauminstallation & Performance, Güterschuppen Wattwil
     
     
Performances mit cpx
2002   performance "le fin", Galerie A16, Zürich
1998   "Swiss Performance Night"              Mousonturm, Frankfurt a/M
1997   "Genau", Videoaktion an der Kunst 97, Zürich
    "Fontaine bleue", CH-Performancetage, Seedamm-Kulturzentrum, Pfäffikon SZ
    "Fontaine bleue", Still-Life-performance, Platzspitz, Zürcher Festspiele
1996   Computerperformance "Fontaine bleue", Kunsthaus Langenthal
1995   Videoperfromance, Flughafen Zürich Kloten
1994   "Voyage Voyeur", Videoperformance, HB Zürich
     
     
Weitere Aktivitäten
1996-98   Level Ltd., Hörspielsendungen, Freie Radios (Radio LoRa u.a.)
     

 

Gehörnt oder geflügelt, mal struppig, oft rätselnd, staunend, stolz, keck, traurig, scheu, listig und frech, aber kaum eindeutig benennbar sind die Kreaturen, meist auf vier, seltener auf zwei Beinen, die Gabriela Brühwilers Bilder besiedeln, durchwandern, besetzen. Vielen sitzt der Schalk im Nacken, manche könnten gelegentlich boshaft werden. Gemütliche und sympathische Kerlchen haben es bisweilen mit ambitiösen und grossspurigen nicht ganz leicht... Sie alle sind voll Emotionen, sie gestikulieren und schauen, bewegen sich auf eine Art, die es dem Betrachter schwer macht, ohne Gefühle der Sym- oder auch Antipathie, ohne Lächeln oder gelegentliches Stirnrunzeln auf diese Figuren und Szenen zu reagieren. Viel Menschliches schwingt in diesem "théatre animal" mit, Gut und Böse, Angst und Stolz, Freude und Trauer. 

Was mit einfachem, mal karikaturistisch, mal krud anmutendem Strich gezeichnet, dazu hin und wieder mit Farbe akzentuiert, hinterlegt oder "ausgemalt" ist, öffnet sich als ein kurioses Panoptikum, je länger betrachtet desto mehr. Diese fantastische Bildwelt ist jedoch kein wirklich fremdes Terrain. Dank vieler "Requisiten" lässt sich das Geschehen unserer eigenen Welt zuordnen: Da sind Baum, Strauch, Haus, Schiff und Berge, manchmal rollende Tische, Blumenvasen, Kirchtürme ordentlich mit Uhr und Wimpel, Palmen, Hütten, Tore, Treppen, Fresskörbe... Moderner Alltag, Schweizer Landschaft, Heimat und Fernweh, Sehnsucht und Albtraum, Alp und Banktresor, Turm und Kammer, schwindelnder Abgrund und traute Häuslichkeit. 

Gabriela Brühwiler entfaltet Blatt um Blatt einen Bilderbogen, dessen so unterhaltsame wie schräge und liebevolle Narretei als ein freundlicher, aber doch punktgenau gezielter Pieks in die täglichen Befindlichkeiten (und die tieferen Abgründe) unserer conditio humana gelesen werden kann. Ohne Sarkasmus, dafür mit dosiertem Biss spielt Gabriela Brühwiler mit ihren Hirschen, Gemsen, Hasen, hund-, schaf-, wolfs- und sirenenartigen, immer "komischen Viechern" vor, wie es ist oder wie man es sich (nicht) träumen liesse – und manchmal auch, wie es anders sein könnte. 

RL 
 

"Ja, ich habe Geschichten zu erzählen, ich habe Worte, um sie auszudrücken, und es gibt einen gewissen Stamm von Menschen, die mit eifrig gespitzten Ohren zuhören." 

"Und was ich durch meine Geschichten schildern möchte, ist die Beschaffenheit einer Welt voller lebendiger grenzenloser Möglichkeiten. In Geschichten lassen sich unzählige seltsame Dinge erschaffen."

Haruki Murakami

zitiert
von Gabriela Brühwiler

 


 
         
   
         
alle: o.T., 2008. Blei-, Schwarzstift, Gouache, Acryl auf Papier. Je 29.7 x 21 cm
         
         
   
         
alle: o.T., 2007. Blei-, Schwarzstift, Gouache, Acryl auf Papier. Je 29.7 x 21 cm
         
         
         
o.T., 2006. Blei-, Schwarzstift, Gouache, Acryl auf Papier. 42 x 59,4 cm
         
         
   
         
alle: o.T., 2006. Blei-, Schwarzstift, Gouache, Acryl auf Papier. Je 29.7 x 21 cm
         
         
   
 
o.T., 2006. Blei-, Schwarzstift, Gouache, Acryl auf Papier. 42 x 59,4 cm
 
 
   
         
alle: o.T., 2006. Blei-, Schwarzstift, Gouache, Acryl auf Papier. Je 29.7 x 21 cm
         
         
   
 

alle: o.T., 2005. Blei-, Schwarzstift, Gouache, Acryl auf Papier. Je 29.7 x 21 cm

         
         
   
         

alle: o.T., 2005. Blei-, Schwarzstift, Gouache, Acryl auf Papier. Je 29.7 x 21 cm

         
         
         
o.T., 2005. Blei-, Schwarzstift, Gouache, Acryl auf Papier. 50 x 60 cm
         
         
   

links: o.T., 2004. Schwarze Stppnähte,
Blei-, Schwarzstift, Gouache, Acryl auf Papier. 29,7 x 21 cm









rechts: o.T., 2004.

Blei-, Schwarzstift, Gouache, Acryl auf Papier.

29,7 x 21 cm

 

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