Martin Reukauf
* 1970 in Uster, CH


Martin Reukauf

* 1970 in Uster, CH

1990-91
Vorkurs, Schule für Gestaltung, Zürich

1995-97
Hogeschool voor de Kunsten Arnhem,

Arnheim, NL

1997-98
Ateliers Arnhem, postgraduate study

Lebt und arbeitet in Zürich

Weitere Infos
www.reukauf.ch


Einzelausstellungen

2006   relate art, Meilen
2004   Galerie Commercio, Zürich
2002   Stadthaus Foyer, Uster
2000   Stichting Kunst en Cultuur Gelderland, NL
1998   Galerie AYAC's, Amsterdam, NL
    LAK Galerie, Leiden, NL
     

 

Gruppenausstellungen

2004   Junge Kunst 2, IG Halle, Rapperswil
    "es grünt", Stadthaus Foyer, Uster
2003   "8 x 5", Stichting Kunst en Cultuur Gelderland, NL
2000   Kiefer-Hablitzel-Stipendium 2000, Basel
1998  

"de stad nu", Hogeschool voor de Kunsten Arnhem, NL

    Wasser-Werke, MEWA, Wiesbaden, D
1997   Presikhaaf / Zijpendaal, Artoteek Den Haag, NL
   

Eindexamen, St. Pauluskerk, Arnhem, NL

     

 

Förderungen/Preise

2002   Akku-Stipendium/Atelier, Uster
2000   Kiefer-Hablitzel-Stipendium
1998  

Wasser-Werke, MEWA, Wiesbaden,  5. Preis

     

 

Martin Reukaufs Malerei orientiert sich auf paradoxe Art an der "Realität" dessen, was alltäglich zu sehen ist oder zumindest soweit als alltäglich bekannt vorausgesetzt werden kann, dass jeder die Motive zu kennen glaubt.

Seine Malerei hält meist eben das fest, was nicht statisch erfassbar ist - früher oft Feuer, dann Wasser und Dinge in Bewegung, - aber auch aus Filmen bekannte und in unser Bildgedächtnis eingebrannte Szenen und Orte. Sonst übersehene Dinge verwandeln sich in visuelle Attraktionen und im Gegenzug wird manches, das eher als spektakulär gelten könnte, entweder verblüffend kühl oder aber mit anrührender Empathie gezeigt.

Martin Reukaufs neue Arbeiten umkreisen einen kleinen, aber kunsthistorisch bedeutsamen Ort. Mehrfach besuchte er das französiche Dorf Auvers-sur-Oise nördlich von Paris, wo Van Gogh während seiner letzten zwei Lebensmonate noch eine grosse Anzahl Bilder schuf. Reukauf erkundete den Ort und die Umgebung im Verlauf des Jahres 2005 ausdauernd zu Fuss und mittels zahlreicher Fotografien.

Ruhe und Bewegung, Dauer und Vergänglichkeit, "langsame" Malerei und "schnelle" fotografische Aufnahme sind wichtige Stichworte zu seiner Arbeit. Ganz bewusst malt Martin Reukauf nach eigenen Fotoaufnahmen. Sie sind alle, auch bei eigentlich "unbewegtem" Motiv, doch ungefilterte (auch unbearbeitete) Momentaufnahmen, Ausschnitte aus dem Kontinuum der erlebten, stets verfliessenden Zeit. Der Malprozess leistet eine langsame Transformation der im Foto rasch fixierten und in der Wahrnehmung/Erinnerung gespeicherten Momente in das verdichtete Bild der Malerei. So entstehen mit verhaltener Spannung aufgeladene "Doubles" der Wirklichkeit, in denen die extrem flüchtigen Facetten des Wahrgenommenen der Dauer überantwortet sind. Zwischen alltäglichem Motiv und nie Gesehenem, zwischen Kennen und Nicht-wissen-woher, zwischen dem Jetzt des Hinsehens und einem rätselhaften Erwarten baut sich ein Zustand auf, der sich zu einem tatsächlichen Suspense steigern kann.

RL

       


 
 
Landschaft bei Auvers (406), 2005. Öl/LW, 80 x 120 cm
 
 
 
Landschaft bei Auvers, 2005. Öl/Karton, 26 x 39 cm
 
 
 
Myself walking to the place where Vincent painted his fields with crows    
(408), 2005. Öl/LW 60 x 90 cm
 
 
 
Friedhof bei Auvers-sur-Oise (411), 2006. Öl/LW 80 x 120 cm
 
 
 
DS (corse) (317), 2005. Öl/LW, 28 x 43 cm
 
 
 
Corvette, 2005. Öl/Karton, 62,5 x 88,5 cm
 
 
 
SM (414), 2005. Öl/LW, 86 x 130 cm


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