Gabriela Signer
* 1957 in St. Gallen, CH


Gabriela Signer

* 1957 in St. Gallen, CH

1986-89
Werkseminar, Hochschule für Gestaltung und Kunst, Zürich.

1989-96
Lehrerin für Gestaltung und Kunst

seit 1996
freischaffende Künstlerin. Mitglied visarte Schweiz und visarte Sektion Zürich; Ausstellungen seit 1988
lebt und arbeitet in Wetzikon/ZH.

Nächste Ausstellung

"und vermischen sich auf eine verrückte Weise...", Artbox 24, Bahnhof Thalwil, Perrons 4 + 6

Eröffnung Samstag, 24.11.2007, um 11 Uhr

Ausstellung bis 31. 01 2008

 

Kontakt
www.gabrielasigner.ch

Ausstellungen (Auswahl ab 1991)

2006   "Miromente", relate art, Meilen
2005   "on verra", Galerie Commercio, Zürich
2004  

"Spiegelungen", Gruppenausstellung, Badi Utoquai, Zürich

2003   "timber", Galerie Commercio, Zürich
2000   "Garten oder die plötzliche Sehnsucht nach der Wildnis um 18:15 Uhr", Schaufensterinstallation, Kulturtage Wetzikon, Jurypreis
1998   "Silhouetten", Installation, Kulturtage Wetzikon
1995/96   "Zürcher Inventar", Kunstszene Zürich, Helmhaus, Zürich
1994   INTIMITA, Installation, Kunstnovember, Fabrik Schönau, Wetzikon (mit Publikation)
1991/92   "Reflexionen", Kunstszene Zürich Land (jurierte Ausstellung)
     


Projekte und weitere Aktivitäten

2002   Projektleiterin "kunst.container", Kulturtage Wetzikon (mit Susanne Lyner)
2001   Studienauftrag: Konzept für neue Verkehrskreisel der Gemeinde Wetzikon
1997   Kuratorium der Ausstellung "Das Selbstportrait" an FRAUM 13, Wetzikon
     

 

Gabriela Signers Bilder aus vielen Schichten in Wachs gebundenen Pigments zeigen Dinge wie unter einem Schleier, im Dunst oder in weicher Unschärfe. Fotos, oft doppelt belichtet, sind als Diapositiv mit Abstand vor der Wand fixiert; es mischt sich deren Struktur ins Bild mit ein. So erscheint das Abgebildete um so mehr als Ausschnitt: aus einer Reihe, aus einer Vielzahl der Bilder, aus einem Lebenskontinuum. Gabriela Signer bewegt sich als Künstlerin und mit ihren Motiven in ihrem alltäglichen Umkreis. Es finden sich Menschen und Utensilien des häuslichen Lebens ebenso wie Fundstücke aus der Natur, dem Betrachter auch aus eigenem Erleben vertraut. Dazwischen tritt das Fremde, das So-noch-nie-Gesehene: in Form der Unschärfe, die das Vertraute entrückt, in Strukturen, Rhythmen, Wellenlinien oder in Form freier Zeichnungen, deren Herkunft, Bezug und Bedeutung vielfältig sein kann (...).

Auch Gegenstände, die, gealtert oder bemalt oder einfach ihrem Zusammenhang entnommen, rätselhaft erscheinen und dem flüchtigen Blick eigene Schöpfungen der Künstlerin sein könnten, sind Teil ihres Bildkreislaufs, Ausgangspunkte neuer Skizzen, Bilder, Zeichnungen...

Fast alles wird Zündstelle für eine stete Hervorbringung bildhafter Annäherungen an die Existenz nicht nur der jeweils angetroffenen und beobachteten Dinge. Sieht man das ganze Werk, sind alle seine Teile Annäherungen an die Welt in ihrer unendlichen Fülle. Wobei Fülle hier keine Qualität der Welt im philosophischen Sinne meint, sondern ganz konkret die Menge des Einzelnen bezeichnet, das dem Bewusstsein Tag für Tag begegnet, und zwischen dem Bezüge hergestellt oder gefunden werden müssen, um Orientierung zu behalten. Gabriela Signers Vorgehen ist assoziativ, beobachtend, Analogien bildend und intuitiv zugleich. Im Fluss der Eindrücke bewegt sie sich fliessend. Die Unschärfe, das Doppelsichtige ist Folge und Methode zugleich: Folge von Überlagerungen, Verdämmern des Lichts oder einer Erinnerung, eines flüchtigen Eindrucks. Methode zur Steigerung der Neugier, der Frage, der Suche nach dem Moment, wo sich Klärung einstellen könnte, Erkennen, gar Verstehen; Methode zur Sichtbarmachung (...) im umfassendsten Sinne des Wortes. (...)

RL  


 
 
o.T. (Ol), 2005. Wachssalbe auf Holz, ca. 42 x 60 cm
 
 
 
a.c.VII, 2001. Wachssalbe auf Holz, 60 x 60 cm
 
 
 
Garten oder die plötzliche Sehnsucht nach der Wildnis um 18:15 Uhr, 2000. Installationsansicht
 
 

Silhouetten, 1998.

Installationsansicht

Silhouetten, 1998

Einzelblatt Wachssalbe auf Papier, 

ca. 29 x 21 cm

 
 
Lochkamerabild, 1997. Ca. 17,5 x 25,5 cm
 
 
 
INTIMITA, 1994. Installationsansicht


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