Sonia Steidle
* 1962 in Freiburg i. Breisgau, D


Sonia Steidle

* 1962 in Freiburg i. Breisgau, D

1983-88
Studium an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei Tony Cragg, Jan Dibbets und Erwin Heerich, Meisterschülerin

1988-89
Gaststudium an der Ecole des Beaux-Arts, Paris, bei Christian Boltanski

2006

Arbeitsaufenthalt in Robert Wilsons 'Watermill Center', New York

Lebt und arbeitet am Bodensee

Weitere Infos
www.sonia-steidle-kunst-de


Einzelausstellungen (Auswahl)

2005   Galerie Volker Marschall, Schlossmeierhof, Düsseldorf, D
2004  

Kunstverein Engen, D

Galerie Commercio, Zürich

2002   Galerie Volker Marschall, Düsseldorf
1999   Kulturzentrum am Münster, Konstanz, D
1998   Galerie Brüning und Zischke, Düsseldorf
1996   Kunstverein Cannero, Cannero, I
1991   Kunstmuseum Singen, D

 

Gruppenausstellungen

2004   "Kraftfelder" B8 - Kulturprojekt, Düsseldorf und Münster
2003  

"Kraftfelder" B8 - Kulturprojekt, Krefeld und Gütersloh

Galerie Global Art Source, Feldmeilen, CH

1996   Galerie Brüning und Zischke, Düsseldorf
1992   Stadtmuseum Düsseldorf
1987  

Kunstverein Konstanz

 

Förderungen/Preise

2005  

Stipendium der Byrd Hofman Foundation, New York

2002  

Stipendium Vendemmiaires,

Montpellier, F

1989  

Paris-Stipendium des Deutsch-Französischen Jugendwerkes

1987  

Paris-Stipendium des Landes Nordrhein-Westfalen

Förderpreis der Stadt Konstanz

 

Lustvoll, farbig leuchtend, frisch und unbekümmert wirken die Pflanzenporträts von Sonia Steidle auf den ersten Blick. Man spürt die Freude, mit der sie ihre Modelle im eigenen Garten hegt, aber man erkennt auch an der Klarheit und Kraft der Linien, dass sie berühmte alte Darstellungen von Nutz- und Heilpflanzen wie etwa das "Kräuterbuch von 1543" des Leonhart Fuchs und andere, weniger bekannte und auch zeitgenössische Kompendien studiert. Dabei sucht sie die Wuchsformen und auch das oft verborgene, mikroskopische Antlitz der Gewächse, um diese dann so gross zu zeichnen und zu malen, dass die Struktur der Pflanze und das Ornamentale uns gleich stark in den Bann ziehen wie die üppige Farbigkeit.

Ob in grossformatigen Bildern, auf nur heftgrossen Tafeln oder auf den einfachen Holzlatten verschiedener Höhe und Breite – den sogenannten "Pflanzenlatten" – Sonia Steidle gelingt stets ein doppelter Wurf: Trotz der jeweiligen Isolation der einzelnen Gewächse ist überall die Vitalität, die Üppigkeit der wuchernden Natur mit anwesend. Das Sinnliche der Formen ist immer spürbar, der nachschiebende Wachstumsimpuls im blossen Stengel unter der Blüte, die seltsame oder strotzende Erotik der Pflanze, ihrer Keimlinge oder Fortpflanzungsorgane...

Die wohltemperierte Wollust der Farben, welche die Natur ausbreitet, begleitet Sonia Steidle meist durch einen monochromen, hier fein, dort kräftig kontrastierenden Farbgrund. Dies sind keine akademischen Pflanzenschnitte und keine sanftmütigen Blumenbilder, sondern farbige Kraftwerke analog zur Natur.

 

RL      


 
 
Plumtree, 2005. Öl auf Leinwand, 120 x 140 cm
 
 
 
Riesenrebe, 2005. Öl auf Leinwand, 100 x 130 cm
 
 
 
Philodendron A, B, C, 2005. Öl auf Leinwand, je 40 x 40 cm
 
 
 
   

Helianthus nascitur, 1999.

Öl auf Holz, je 25 x 21 cm

Pflanzenlatte, 2004. Öl auf Holz
 
 
 
Pflanzenlatten, 2000 bis 2003. Öl auf Holz, ca. 65 - 160 x 15 - 32 cm
 
 
   

Wohlriechende Platterbse, 2005.

Serie von 11 Unikaten, Öl und

Bleistift auf bedrucktem Stoff

je 25 x 25 cm

Hundskirsche, 2003. Öl auf Leinwand,

140 x 120 cm

 
 


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