Ursus A. Winiger
* 1942 in Rapperswil, CH


Ursus A. Winiger

* 1942 in Rapperswil, CH

1959

Kunstgewerbeschule (heute: Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich), Zürich.

Figuren- und Aktzeichnen bei Walter Roshart;

besucht Vorlesungen von Gotthard Jedlicka über Goya, Velasquez, El Greco an der Universität Zürich.

Mitarbeit in der Galerie 58 von Kurt Federer in Rapperswil.

1962

Preis der Jury an der Ausstellung "Künstlerischs Gestalten der jungen Schweizer"; erhält ein Stipendium der Kiefer-Hablitzel Stiftung.

Reist nach London, Holland und Paris.

1966

Erste Einzelausstelllung, in den Folgejahren rege Ausstellungstätigkeit, u.a. in Basel, Bern, Glarus, Genf, Lausanne, Lugano, Luzern, St. Gallen, Schaffhausen, Wil, Neuchatel, Zug, Zürich sowie in England, Italien und Österreich.

1967

erste konstruktive Bildlösungen; ab Herbst des Jahres ausschliesslich als freischaffender Künstler tätig.

1969

Wird künstlerischer Begleiter der Ausstellungen in der MV-Galerie, Rapperswil; plant und organisiert dort in der Folge 33 Ausstellungen mit Künstlern aus der Region, der Schweiz und dem Ausland.

1970/71

erster Auftrag Kunst und Bau im Schulhaus Südquartier Rapperswil. In den folgenden 35 Jahren schafft er rund 50 Arbeiten auf diesem Gebiet: Er gewinnt zahlreiche erste Preise an Gestaltungswettbewerben für öffentliche Gebäude, die auch ausnahmslos zur Ausführung kommen; darüberhinaus erhält er viele private Gestaltungsaufträge.

1975

Beginnt seine konstruktiven Blder in Linien aufzulösen, welche er bis 1995 sukzessive in leuchtende Netzwerke verdichtet.

Erhält den Kulturpreis der Stadt Jona.

Mitte der 90er Jahre

Erste "Jalousiebilder"

1998

Wird Mitglied des Kulturrats des Kanton St. Gallen

2002

Erhält den Kulturpreis des Kantons St. Gallen

2005

Die Kunsthistorikerin Sabine Koller legt ihre Lizentiatsarbeit "Der räumliche Schein im räumlichen Sein. Der Schweizer Konstruktivist Ursus A. Winiger" vor.

2008

Die Publikation auf Basis der Lizentiatsarbeit von Sabine Koller erscheint Ende August bei Edition Erni, Rapperswil-Jona, in einer Normal- und einer Vorzugsausgabe mit einem fünffarbigen Holzschnitt. (Bestell-Nr. ISBN 3-85724-012-1).

Ursus A. Winiger lebt und arbeitet in Rapperswil-Jona.

 

Einzelausstellungen (Auswahl nach 1995)

2008   "Color pieces", relate art, Meilen
2007   "Ursus A. Winiger", Regierungsgebäude des Kantons St. Gallen, St. Gallen
2003  

"Malerei, Objekt, Plastik", Seedamm Kulturzentrum, Pfäffikon (parallel zu Einzelpräsentationen von Raffel Benazzi und Jean Marin) (Begleitheft)

1998   Galerie im Stadthaus Uster
1997   "Ursus A. Winiger. Parallelen", Kunsthalle Wil
1995   "Ursus A. Winiger in Rapperswil", IG Halle, Alte Fabrik Rapperswil (Katalog)
     
     

Kontakt

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Zur Ausstellung "Color Pieces"

"Farbstücke", das bringt die Arbeiten von Ursus A. Winiger auf den Punkt. Ein Stück weist auf ein grösseres Ganzes, zu dem es gehört; es assoziiert ebenso etwas Handfestes, das als Körper umrissen ist. Beides trifft zu. Die vielen Farbschichten der Arbeiten bauen überwiegend auf kompakten Bildträgern: Holzplatten, -quader, -stäbe oder Lattenroste. Das ist so pragmatisch wie sinnfällig; man kann die Werke zur Hand nehmen, sie ebenso in den Raum stellen wie an die Wand hängen. Sie sind nicht Bilder oder Plastiken, sondern Raumbildner in doppeltem Sinne – sowohl optisch wie physisch. Die sich überschneidenden, kreuzenden Farbbänder und -linien lassen virtuelle Räume aus dem Vor-, Neben-, Übereinander und den unterschiedlichen Nah- und Fernwirkungen der Farben entstehen. Kommen mehrere Werke zusammen und korrespondieren über Distanzen, beginnen sie als farbige Körper – als color pieces – mit dem umgebenden Raum zusammenzuspielen.

RL

"Alles um uns herum ist Raum. Wir leben im Raum. Der Raum ist das, was wir auf alle Arten bewegen. Und je souveräner ich mich selber im Raum bewege, desto souveräner ist auch meine Arbeit im Raum integriert."

Ursus A. Winiger

zitiert nach "Interview" in:
Sabine Koller, Der räumliche Schein im räumlichen Sein. Der Schweizer Konstruktivist Ursus A. Winiger. ". Edition Erni, Rapperswil-Jona 2008

 
   

o.T. (Jalousie), 2007. Acryl auf Eboflex,

190 x 155 cm

o.T. (Jalousie), 2007. Acryl auf Eboflex, 250 x 55 cm
   
 
 
o.T. (Jalousie), 2007. Acryl auf Eboflex, 180 x 180 cm
 
 
 

o.T. (Jalousie), 2002-03. Acryl auf Holz, 3-teilig, je 120 x 60 x 4 cm,

Gesamtmass 120 x 180 x 4 cm

 
 
 

o.T. (Jalousie), 2003. Acryl auf Holz, 6-teilig, je 120 x 60 x 4 cm,

Gesamtmass 120 x 360 x 4 m

 
 
 
 
 
obere drei Abb., jeweils: o.T. (Jalousie), 2003. Acryl auf Holz, 60 x 60 x 4 cm
 
 

 


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